Wir werden Dich vermissen.

Die große Vineta-Bühne wird ohne Detlef Volkmann leerer sein, die Bühne am Anklamer Hafen, wo alljährlich im Herbst „Die Peene brennt“ sowieso.

Detlef Volkmann ist im Alter von 73 Jahren verstorben. 15 Jahre davon spielte er an der Peene, 13 Jahre bei Vineta – und bei den Silvesterschwänken und den Inszenierungen der „Peenebrenner“ im Anklamer Theater war er sowieso dabei. Er ist sozusagen Theaterurgestein und einer der treuesten und zuverlässigsten Kleindarsteller, die die Vorpommersche Landesbühne hatte.

Wie er zu seinem Hobby kam? „Als er damals am Anklamer Hafen arbeitete, habe er jede freie Minute bei den Proben von „Peene brennt“ zugeschaut, es interessierte ihn einfach“, sagte er einmal in einem Gespräch. Und dann stand er selbst auf diese Bühne. Zunächst als Haushälter, später als Brandenburger und seit vielen Jahren als General Larussen, mit dem unverwechselbaren schwedischen Ö-Akzent. Die Bühnenfrau an seiner Seite war fast immer Undine Bruch. Sie sagt: „Mit Ihm zu spielen, hat viel Spaß gemacht. Er war einfach ein liebenswerter Mensch.“ Und gerade bei ihm bestätigte sich: Wer einmal mit dem Theatervirus infiziert ist, der behält dieses ungefährliche und liebeswerte Virus. Später kam zum Peene-Herbst der Vineta-Sommer. Bei Vineta spielte er unter anderem den König Nepomuk an der Seite von Manuela Wisbeck, die vielen aus dem Fernsehen bekannt ist.

Bei den Vineta-Festspielen waren zwar von Jahr zu Jahr weniger Laien auf der Bühne, aber dafür in jeder Saison neue Schauspielschüler. Und das war für ihn schon spannend, wie er in einem Interview sagte. Für die Auftritte in Zinnowitz nahmen sie einiges auf sich, denn viele Jahre standen Vater Detlef und Sohn Christian sowohl in Anklam als auch in Zinnowitz gemeinsam auf der Bühne. Mehrmals pro Woche zu den Vorstellungen und Proben von Anklam nach Zinnowitz zu fahren – da muss man Theater einfach lieben. Und er liebte es offensichtlich. Zur Premiere der „Peenebrenner“ am 31. Dezember „Pension Lilienthal – Ein Haus voller Narren“ stand er noch in einer Doppelvorstellung auf der Bühne als Emil Sprosser auf der Bühne und sang und tanzte „Ich bin der letzte Häuptling der Indianer“.

Der Ex-Intendant der Vorpommersche Landesbühne, Wolfgang Bordel, der bei den Stücken Regie führte, meinte, das Lied passte gut zu ihm. „Er kümmerte sich um seine Leute im Ensemble und auf ihn konnte man sich immer verlassen. Wir werden ihn vermissen.“

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