„Der Gott des Gemetzels“ – erste Premiere der neuen Spielzeit am 16. Oktober im Theater Anklam

Zwei Kinder prügeln sich. Die Eltern treffen sich zu einem klärenden Gespräch – aber nichts wird geklärt, im Gegenteil die Sache eskaliert. Für die Premiere gelten die 2G-Regeln. Wir freuen uns auf geimpfte oder genesene Besucher. Karten sind noch vorhanden.

Zwei Kinder prügeln sich auf dem Schulhof. Deren Eltern treffen sich zu einem klärenden Gespräch. Das anfangs versöhnlich scheinende Gespräch nimmt schnell eine andere Wendung. Hinter der Fassade der bürgerlichen Wohlständigkeit tun sich Abgründe auf und münden letztlich in einer Entfesselung menschlicher Affekte. Zwischen Ehe-, Familien- und Arbeitsgeheimnissen werden auch die größeren Lügen des Alltags ausgebreitet. 

Regie: Marco Bahr, Ausstattung Alexander Martynow.
Es spielen: Paola Brandenburg, Anna Jamborsky, Heiko Gülland, Torsten Schemmel

2011 wurde die Geschichte erfolgreich von Roman Polanski verfilmt.

Hörprobe1
Hörprobe2

Thorsten Czarkowski schreibt in der Ostsee-Zeitung vom 18.10.:

„Das Stück steigert sich mit einer beeindruckenden Dynamik, die Fronten
ändern sich ständig.  Zunächst agieren die Ehepaare gegeneinander,
dann verbünden sich Männer gegen die Frauen und umgekehrt, schließlich
heißt es: jeder gegen jeden. Die bürgerlichen Konventionen werden
mehr und mehr hinfällig, menschliche Abgründe tun sich auf.“

Und er ist beeindruckt von den Schauspielern:

„Regisseur Marco Bahr setzte voll auf die Präsenz der vier beteiligten Schauspieler, sie gehen an ihre Grenzen, spielen ihre Rollen mit
Hingabe und Energie.“

Frank Wilhelm empfiehlt das Stück ausdrücklich und schrieb im Nordkurier am 18.10.

„Irgendwann brüllt er: „Das idiotische Gequatsche geht mir auf den Senkel!“
Das Publikum hatte nichts auszusetzen an dem „Gequatsche“, wie der lange Applaus und viele anerkennende Rufe am Ende bewiesen. Es ist ja nicht allein die schiere Textmenge, die sich die Schauspieler aneignen. Die Anschlüsse und Pointen müssen auch auf den Punkt kommen. Das ist ohne Zweifel gelungen. Unbedingt empfehlenswert!“

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