Wolfgang Bordel

Am Anfang gab es nur Meer, bewohnt von den Schaumgeborenen. Einer Laune der Natur war es zu verdanken, dass sich ein Stück Meeresboden hob. Einige Meersbewohner eroberten sich dieses Land und ihre Nachkommen nannten sich fortan Erdgeborene. Sie bauten die große Stadt Vineta.

Doch das Meer und seine Bewohner forderten das Land samt Vineta wieder. Bei jedem ihrer Eroberungszüge blieben einige Schaumgeborene an Land zurück. In der Ebbe verloren, waren sie für immer vom Meer verstoßen. So verdingten sie sich als Söldner im Dienste der Erdgeborenen. Als Dünenritter schützten sie fortan das Land gegen das Meer und seine Seekrieger. Dafür forderten sie allerdings einen hohen Preis. Jedes Jahr musste Ihnen eine 17jährige Jungfrau geopfert werden. Diese verwandelte sich zu einer Nebelelfe.

Nur zu Ostern ruhte der immer währende Kampf. Die mythische Welt wurde sichtbar. Seekrieger und Erdbewohner ließen ihren Streit ruhen. Für Tage schien der Friede zwischen den Welten ewig. In den Nächten des großen Friedens, wenn die Osterfeuer loderten, dann begegneten sich Nebelelfen und Dünenritter und feierten ihr gemeinsames Liebesfest. Die Kinder dieser Liebesnächte waren Glückskinder, die die Menschen in Schiffskajüten, Fischerhütten und anderswo fanden und sie deshalb „Findlinge“ nannten. Noch heute erinnern in dieser Gegend große Steine an diese Fundstellen des Glücks.

An einem dieser Osterfeste beschlossen der Sohn des Herrschers der Seekrieger und die Tochter des Königs der Erdgeborenen ihrem blutigen Zwist ein Ende zu setzen. Sie wollten heiraten und ihre Reiche in Frieden vereinen. Doch da waren noch die Dünenritter. Wie würden sie sich verhalten, wenn sie keine Aufgabe mehr hätten? Und würden sie freiwillig auf das Jungfrauenopfer verzichten? Doch auch die „Findlinge“ hatten ein Wörtchen im großen Spiel mitzureden. Lassen Sie sich also entführen in die Phantasiewelt Vinetas.

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