Andere Vineta-Geschichten

Vineta 2016 – Die Stadt der Diebe

9. Juli bis 3. September 2016

Ostseebühne Zinnowitz – Insel Usedom

Die Geschichte

Vineta hat alles versucht, um unbehelligt reich zu werden und reich zu bleiben. Die Stadt hat es mit Demokratie probiert – das brachte nur die Verteilung des Reichtums auf alle und schließlich Armut für alle. Krieg war ebenfalls untauglich für die Vermehrung des Reichtums, er brachte lediglich eine stete Vermehrung der Feinde. Ausbeutung der Mitmenschen lief eine zeitlang gut, aber schließlich erhoben sich die Ausgebeuteten – und man hatte die Feinde in der eigenen Stadt. Nun aber glauben die Vineter den ultimativen Dreh für die Vermehrung des Reichtums gefunden zu haben – ohne sich Feinde zu machen: Diebstahl. Auch Glücksspiel, Roulette, Black Jack, Hütchenspiele, Hedge Fond, Aktie, Staatsanleihe genannt. Eine zweite Variante ist das Betrügen von Schurken und Dieben. „Wir machen euch reich! Ihr könnt euer Geld verdoppeln oder gar verzehnfachen“, lautet die Einladung an die ganze Welt. „Nur Mut, lasst das Geld arbeiten und genießt das Leben.“ Das klappte und einige Gäste der Stadt wurden tatsächlich reich, aber vor allem verdiente Vineta ganz wie von selbst. Die Kaufleute, die meinten clever zu sein und dennoch ihr Geld verloren, redeten aus Scham nicht darüber. Auch mancher Bauer, der auf die Sprüche hereinfiel, zog mit leerer Börse wieder ab – aber darüber reden, das wäre doch zu peinlich. Also galt weiterhin unwidersprochen der Werbeslogan: „Wir machen Euch reich!“ Vineta, mit allen Wassern der Betrügerei gewaschen, streute Gerüchte in die Welt, dass die Stadt eine leichte Beute für die harten Kerle aus der Zunft Seeräuberei sei, dass die Bürger ihr Geld unterm Kopfkissen versteckten. Tatsächlich kamen Piraten, doch statt die Stadt auszurauben, wurden die Seeräuber selbst zur Beute. Piratenleben gegen Lösegeld, so der Handel. Es lief also bestens für die Stadt der Diebe und für ihren König – bis eine schöne Unbekannte auftauchte, in die sich der König verliebte. Aber die Schöne hatte kein Interesse, weder für Geld, noch gute Worte oder heiße Schwüre. Sie war dem Bruder des Königs zugetan, einem Bettelmönch, der zutiefst das Diebes-System seines Bruders verachtete. Und er stellte sich gegen Vineta und seine Kirche, die ordentlich am betrügerischen Umsatz beteiligt war. Die Schöne und der Bettelmönch waren in Liebe einander zugetan. Bevor die beiden jedoch die Stadt verlassen konnten, musste der Mönch dem Gelübde abschwören und mit seinem Bruder abrechnen. Das glückliche Paar entfloh Vineta, das sein Systems des diebischen Geldmachens beibehielt – und zum zweiten Mal von den Wasserfrauen gewarnt wird: „Vineta, Vineta, du rieke Stadt, Vineta sall unnergahn, wieldeß se het väl Böses dahn.“

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Besetzung

Zeitläuferin Omniya: Anna Jamborsky

Königin Crescenta: Lisa Lasch
König Purschalos: Reiko Rölz
Herzog Nodgar (Bruder vom König): Philipp Haase
Graf Lauronos (Bruder vom König): Shero Khalil
König der Diebe Fidelus: Erwin Bröderbauer
Mätresse Rafina: Klaudia Raabe
Mätresse Jowita: Vera Rumpel

Seeräuber
Käpt‘n Thiento: Wolfgang Grossmann
Major Prisko: Martin Puhl
Bootsmann Romedus: Dennis Wilkesmann
Steuermann Emerenta (Tochter von Käpt‘n Thiento): Marie Förster
Steuermann Perpetua (Tochter von Käpt‘n Thiento): Marie Thérèse Albrecht

Vineter
Moritz Böhnke, Paul Gräntzel, Miriam Leuthner, Hannah Ostermeier, Fiete Drahs

Vineter, Seeräuber
Tom Brüning, Steven Nowacki, Larissa Sophia Farr, Marc Robin Östreich, Severine Schabon

Statisten
Heiko Käding, Detlef Volkmann, Heike Stöckert , Richard Käding

 

Produktionsteam

Buch und Regie:
Wolfgang Bordel

Ausstattung:
Jörg Masser

Musikalische Leitung:
Wolfgang Schmiedt

Komposition:
Wolfgang Schmiedt, Susi Koch, Golo Schmiedt

Choreografie:
Katja Taranu

Choreografische Assistenz:
Laura Hannemann

Kampfchoreographie:
Reiko Rölz

Inspizient/ Regieassistenz/ Soufflage:
Cornelia Flesch, Jule Kemp

Fotos

Szenenfotos

Anfahrt

2018-08-06T07:41:43+00:00

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