Juli Zeh & Charlotte Roos

Yellow Line

Sozialsatire
Samstag, 21. März 2020
19.30 Uhr
das gelbe Theater "Die Blechbüchse"
Zinnowitz
Donnerstag, 26. März 2020
19.30 Uhr
Theater Anklam - Saal
Anklam

»In einer Welt, in der die Bürokratie entscheidet, sind wir keine Menschen mehr.«

»In einer Welt, in der die Bürokratie entscheidet, sind wir keine Menschen mehr.«

Paul, Webdesigner, fühlt sich zunehmend vom gemeinen Leben drangsaliert. Wo er auch geht und steht — überall hat er Anweisungen zu befolgen, Anordnungen und Gesetze einzuhalten, ja sogar im Urlaub meint er zu entdecken, wie eine Hotelanlage seinen Aufenthalt durch feste Zeiten, Vorschriften und Verbote zu gängeln scheint.
Die Tatsache, dass sich seine Freundin Helene in einem Käfig als „Protestkunst“ versteigern lässt, trägt nicht wirklich positiv zu seinem ohnehin schon beklemmenden Gefühl bei. Er beginnt zu revoltieren, sich aufzulehnen gegen jede noch so sinnlose Verfügung, die er gefälligst zu befolgen hat. Mit einer provokanten Lust überquert er die „Yellow Line“, die gelbe Linie am Flughafen, hinter der er sich, laut Verfügung, nicht aufzuhalten hat. Als er von einer entlaufenen Kuh in den Medien erfährt, reift ein Plan in ihm, wie er sich gegen den bürokratischen Lebensbestimmer wehren kann…

„Yellow Line“ von der Autorin Juli Zeh (gemeinsam mit Charlotte Roos), die vor allem mit ihrem Roman „Unterleuten“ für große Aufmerksamkeit gesorgt hat, ist eine brillante Satire auf den Regulierungswahn unserer heutigen Gesellschaft, und welche skurrilen Blüten er treibt. Auf teilweise aberwitzige Weise gelingt es „Yellow Line“ die Frage zu stellen, wie frei wir in einer modernen Gesellschaft wirklich sind, oder ob wir nicht an den klebrigen Fäden einer monströsen bürokratischen Spinne hängen.

„Yellow Line“ ist eine bittersüße Komödie über das merkwürdige Panoptikum, das sich modernes Leben nennt.

Besetzung

Leitungsteam


Regie Oliver Trautwein
Bühne & Kostüme Alexander Martynow