Frei nach dem Film „Solo Sunny“ von Konrad Wolf und Wolfgang Kohlhaase
ein Theaterabend von und mit Inga Bruderek
eine Schauspielerin, zehn Rollen
1980 kommt der Film „Solo Sunny“ in die Kinos der DDR. Die Hauptfigur des Films ist die Schlagersängerin Ingrid Sommer, die einen unabhängigen künstlerischen Weg gehen will. Ihr berufliches Streben scheitert an den Strukturen ihrer Zeit. Doch obwohl ihre Sehnsucht nach Liebe keine Erfüllung findet, gibt sie nicht auf. Elke Mark ist von der Hauptdarstellerin des Films so beeindruckt, dass sie ihre 1980 geborene Tochter Sunny nennt – Sunny Mark. Sie will der Tochter alle Möglichkeiten geben, die ihr selbst verwehrt geblieben sind. Sie lässt sie Tanz- und Gesangsunterricht nehmen und ermöglicht ihr den Weg in die Unterhaltungskunst. Jahre später trifft die erwachsene Sunny auf die gleichen Hierarchien und Strukturen, die sie in Abhängigkeit und Bevormundung bringen. Und wie einst ihr Idol versucht sie auszubrechen, immer auf der Suche nach dem Eigenen, dem Ursprünglichen. In 45 Jahren seit Erscheinen des Films hat sich einiges geändert, aber die Fragen an das eigene Leben bleiben – wie will – wie kann ich leben ? Ein Stück über die Lebensentwürfe von Frauen in Liebe, Beruf und Gesellschaft, über die Suche nach der eigenen Identität. SOLO OHNE SUNNY - ein Theaterabend von und mit Inga Bruderek eine Schauspielerin, zehn Rollen Künstlerische Leitung: Tribüne Berlin Arrangements: Matthias Jahrmärker Ausstattung: Kitty O`Brien Gefördert vom Landkreis Vorpommern – Greifswald und von Fonds für Vorpommern und das östliche Mecklenburg