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Projekte

Aller.Land

Jugend beteiligt: Ideen für morgen

Landkreis Vorpommern-Greifswald // Heimvolkshochschule Lubmin // Vorpommersche Landesbühne

Erst rein in die Schulen, dann raus in die Region: Unter dem Motto „Jugend beteiligt“ entwickeln junge Menschen eine Vision für den Landkreis Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Dafür findet der Dialog in unterschiedlichen Klassen statt – mit der Hilfe des Theaters, der Heimvolkshochschule und eines breiten Netzwerks lokaler Akteurinnen und Akteure.

Und dann geht es raus in die Dörfer und Städte: Jugendorganisationen, Kunstschaffende und Bildungsinitiativen sind dabei und helfen den interessierten Jugendlichen, dort aktiv zu werden, wo sie leben, und Verantwortung zu übernehmen. Denn das ist Demokratie im Kleinen: Mitmachen! Durch gemeinsames Anpacken entstehen neue Räume für Jugendkultur, bunte Residenzen und lebendige Netzwerke, die die Region voranbringen. Dabei lernen junge Menschen, wie sie etwas bewegen, Impulse setzen und eigene Ideen Wirklichkeit werden lassen.

Aller.Land – Jugend beteiligt – Ideen für morgen

Aller.Land – Jugend beteiligt – Ideen für morgen!

Vorpommersche Landesbühne & Heimvolkshochschule Lubmin · Landkreis Vorpommern-Greifswald

Jugend beteiligt – Ideen für morgen!

Wenn junge Stimmen den ländlichen Raum gestalten

Es ist noch ruhig auf der Dorfstraße im Dorf. An der Ecke stehen ein paar Jugendliche zusammen, reden, lachen, skizzieren Ideen in die Luft. «Was fehlt hier eigentlich?» fragt jemand. Eine Bank am See. Ein Ort für Musik, eine Bühne! Irgendeinen Platz, um sich zu treffen. Was wie ein Gespräch unter Freunden beginnt, könnte zum Aus-gangspunkt für Veränderung werden.

Genau an diesem Punkt setzt das Programm „Aller.Land – Jugend beteiligt – Ideen für morgen!" im Landkreis Vorpommern-Greifswald an. Aufbauend auf den Erfahrungen aus dem TRAFO2‑Projekt schafft das Vor-haben im mittleren und nördlichen Landkreis Räume, in denen Kinder und Jugendliche ihre Umgebung neu betrachten – und verändern können.

In Kultur- und Bildungseinrichtungen und Gemeinschaf-ten im ländlichen Raum wird Kunst und Kultur zum Inst-rument der Beteiligung. So erleben Jugendliche, dass Be-teiligung mehr ist als ein abstrakter Begriff. Sie schreiben Texte über ihren Alltag, entwickeln Aufführungen, filmen ihre Lieblingsorte oder die, die sie vermissen. Sie stellen Fragen, wo sonst selten gefragt wird: Wer entscheidet hier? Wem gehört dieser Platz? Und was brauchen wir, damit wir bleiben wollen? Die Akteure machen somit Wünsche sichtbar, regen Diskussionen an und bringen im besten Fall Generationen miteinander ins Gespräch und ins gemeinsame Wirken. Begleitet werden sie von Künstlerinnen und Künstlern, die zuhören, Impulse ge-ben und Prozesse öffnen, ohne Antworten vorzugeben.

Theaterresidenz – Jugendliche proben gemeinsam mit Künstlern
Aller.Land – Begegnung auf der Dorfstraße

Getragen wird das Projekt von einem starken regionalen Netzwerk aus Kultur- und Bildungsinitiativen und kom-munalen Akteuren. Besonders deutlich wird das bei den jährlich ausgelobten „Jugendkulturorten". Hier rückt ein Ort in den Fokus, weil junge Menschen ihn neu erfinden: mit ihren Geschichten, ihren Ideen und ihrem Blick auf die Zukunft. Am Ende steht ein Vorhaben – geplant und gestaltet von Jugendlichen und Erwachsenen gemein-sam. Kein fertiges Ergebnis, sondern ein gemeinsamer Anfang für Perspektivwechsel und Gestaltung des eige-nen Lebensraums.

So kann Schritt für Schritt etwas entstehen, das über einzelne Projekte hinausweist: eine Region, in der junge Menschen erleben, dass ihre Stimmen gehört werden, das Gestaltung möglich ist. In der sie Verantwortung übernehmen können.

Jugendliche entwickeln gemeinsam Ideen für ihren Jugendkulturort
Workshop – Jugendliche gestalten ihren ländlichen Raum

Fotos: © Peter van Heesen

Kulturprojekte, die Menschen zusammenbringen.

In Dörfern und kleinen Städten auf dem Land.

Was ist Aller.Land?

Aller.Land ist ein bundesweites Programm für ländliche Regionen, in denen es auf den Zu-sammenhalt ankommt. Es bringt Kultur dorthin, wo sie Gemeinschaft stiftet - auf dem Dorfplatz, in leerstehenden Läden oder Gasthäusern. Da-für stellt Aller.Land Zeit, Geld, Wissen und Kon-takte zur Verfügung. Damit Ideen nicht in Schub-laden bleiben, sondern Wirklichkeit werden. Nicht von oben geplant, sondern vor Ort gedacht von denen, die da leben. Die geförderten Regio-nen entwickeln eigene Kulturprojekte, die auch ihre regionalen Besonderheiten betonen. Sie vernetzen sich mit den Menschen, holen neue Verbündete an Bord und bauen Strukturen, die bleiben.

allerland-programm.de ↗

Die Rolle der VLB

Die VLB und die Heimvolkshochschule Lubmin sind Projektpartner und haben das Konzept gemeinsam mit dem Landkreis Vorpommern-Greifswald entworfen. Die VLB und HVHS zeichnen sich als Kunst- und Kultureinrichtung im ländlichen Raum für die Durchführung der Residenzen sowie die Entwicklung und Begleitung des Jugendkulturortes aus. An der Theaterakademie Zinnowitz und am Theater Anklam finden jährlich zwei Residenzen statt. Während dieser Projekttage werden Grundlagen der Darstellenden Künste vermittelt und gleichsam über die konkret inhaltliche Arbeit, die Fragen, Themen, Wün-sche der Jugendlichen erspielt, geschrieben, gesungen, getanzt und in einen künstlerischen Rahmen gesetzt. Dieser Rahmen ist dann wiederum der Ausgangspunkt für die weitere Gestaltung der Jugendkulturorte und der gemeinsamen Entwicklung für nachhaltige Strukturen im ländlichen Kultur-Raum.

Ansprechpartnerin: Silke Lenz, Projektmitarbeiterin VLB
silke.lenz@kreis-vg.de

69,4 Mio. €

Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sowie durch die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Programmpartner ist das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI). Der Bund stellt für das Förderprogramm von 2023 bis 2030 insgesamt 69,4 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung (BULEplus) sowie aus Mitteln der bpb zur Verfügung. Umgesetzt wird es vom Programmbüro Aller.Land (Projekteure bakv gGmbH).

Errobungsphase

Schulresidenz 2024

In der Erprobungsphase von ALLER.LAND erproben wir eine Schulresidenz, die Theater nicht zeigt, sondern gemeinsam mit Jugendlichen entwickelt. Ausgangspunkt ist eine künstlerische Recherche: Was bewegt die Klasse? Welche Themen gehören auf die Bühne? Aus diesen Fragen entsteht ein gemeinsamer Arbeitsprozess – offen, ernsthaft, beteiligend.

Die Schulklasse arbeitet im Theater: in Workshops zu Sprechen, Performance, Kulissenbau und Kostüm. Die Jugendlichen erleben Theater als Handwerk und Ausdruck zugleich – sie probieren, verwerfen, entscheiden mit. Theater wird zum Ort der Beteiligung, an dem Ideen sichtbar werden und Verantwortung geteilt ist.

Am Ende steht eine Demo für einen Jugendclub: kein fertiges Stück, sondern ein performativer Einblick in den Prozess. Roh, mutig, authentisch. Die Schulresidenz macht Theater erlebbar – als Raum für Stimmen, Körper, Materialien und gemeinsame Entscheidungen.

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