vom 28. Mai bis 3. September

Klassik, Komödie, Kabarett, ganz viel Grimm und illustre Gäste

Shakespeares „Hamlet“ stellt schon seit etwa 500 Jahren fest: „Die Welt ist aus den Fugen“. Daran scheint sich wenig zu ändern. Man schaue nur auf die aktuellen Ungereimtheiten in Politik und Gesellschaft, wie sie das freche Küstenkabarett aufdeckt – und dazu meint „Das ist ja wohl der Hammer!“.

Im Theater selbst sorgen Klatsch, kleine Intrigen und unvorhersehbare Ereignisse auf und hinter der Bühne für Aufruhr. Nein, nicht wirklich, nur im amüsanten Stück „Theater, Theater!“.

Für die Jüngsten gibt es ein Grimm-Festival:

Rumpelstilzchen spinnt Gold, stampft mit dem Fuß auf – und verrät unfreiwillig seinen Namen.

Das Puppen-Musik-Theater Zauberton steuert weitere Klassiker bei – zum Beispiel „Rotkäppchen“, „Hänsel und Gretel“ und „Der gestiefelte Kater“.

Unsere Sommergäste sind u.a. die Kriminalpsychologin Lydia Benecke, die Schriftsteller Horst Evers und Wladimir Kaminer, die Kabarettistin Christine Prayon (besser bekannt als Birte Schneider) und die Dresdener Herkuleskeule. 

Zu erleben ist all dies in der besonderen Atmosphäre des Theaterzeltes – bei Wein, Sekt oder Selters.

UNSER REPERTOIRE

Hamlet, Prinz von Dänemark

Tragödie von William Shakespeare

Hamlet, der Prinz von Dänemark klagt: „Die Welt ist aus den Fugen“ – und es hat sich, seit 500 Jahren, da das Stück erschienen ist, kaum etwas geändert.

Der Dänenprinz Hamlet kehrt nach Studien in Wittenberg nach Helsingör zurück. Sein Vater, König Hamlet, wurde von dessen Bruder Claudius ermordet. Claudius ist nun König und die Witwe Hamlets seine Frau. Der Geist des ermordeten Vaters erscheint Hamlet, enthüllt ihm den Mord und fordert Rache. Doch der zögert, fühlt sich nicht zur Tat berufen. Hamlet grübelt. Selbst seine Kommilitonen Rosenkranz und Güldenstern aus Wittenberg können sein Vorhaben nicht ergründen. Die Liebe zu Ophelia leidet unter seiner Unentschlossenheit. Einzig seinem Freund Horatio vertraut er sich an.

Theater, Theater

Komödie von Tom Müller und Sabine Misiorny

Es ist der Abend vor der öffentlichen Generalprobe. Ein Darsteller ist ausgefallen und ein unbekannter Kollege soll einspringen, doch der lässt sich auch vor der Generalprobe noch nicht sehen. Nun wird der zu spät kommende Zuschauer Schmidt irrtümlicherweise für diesen unbekannten Kollegen gehalten und kurzerhand auf die Bühne geschubst – und lässt die Profis ziemlich alt aussehen.

FKK - Das ist ja wohl der Hammer!

das freche Küstenkabarett der Vorpommerschen Landesbühne

Plagiatsvorwürfe werden nicht nur bei Doktorarbeiten, sondern auch in Speisekarten und Fischbrötchen entdeckt. Hacker kommen nicht mehr ins Internet… weil es keins gibt. Strandgermanen werden mit Kurtaxe und Sanddorn konfrontiert. Inmitten all des Unheils: der Jung-Politiker Peter Amboß. Ist er der neue strahlende Stern am finsteren Polit-Himmel? Kann er einen, wo Einigung kaum noch möglich ist?

Rumpelstilzchen

Es war einmal eine geldgierige Königin, die ihren Sohn reich verheiraten wollte. Durch ihre Gier getrieben, entsandte sie ihre Boten in ihr gesamtes Königreich, um herauszufinden, wo sie alles Geld eintreiben könnte. Durch einen dieser bekam sie mit, dass ein armer Müller mit dem “Geschick” seiner schönen Tochter prahlte, sie könne angeblich Stroh zu Gold spinnen. Um das zu beweisen und die Königin noch reicher zu machen, musste die Müllerstochter Lotte zu der Königin aufs Schloss und schwere Prüfungen ablegen. Sie soll Stroh zu Gold spinnen. Dabei half ihr ein Zaubermännlein. Jedes Mal forderte das Männlein einen Gegenwert dafür, am Ende sogar ihr erstes Kind, wenn sie Königin wird. Da sie nie davon ausgegangen ist, dass sie jemals Königin wird, geht sie diesen Pakt ein. Während ihrer Zeit auf dem Schloss verlieben sie und der Prinz sich ineinander. Es kommt zur Hochzeit der beiden. Nach einer Weile bekommen sie auch ein Kind. Da taucht das kleine Zaubermännlein wieder auf und fordert seinen Tribut. Um das Unglück abzuwenden, musste sie herausfinden, wie das seltsame Männlein heißt. Wie war doch gleich sein Name? Kunz, Heinz, Rippenbiest, Hammelswade oder Schnürbein…?

Gäste

Es haben sich bereits angesagt:

Die Herkuleskeule aus Dresden, Wladimir Kaminer, Horst Evers und Lydia Benecke.

Lydia Benecke

Warum begehen manche Menschen grausame Verbrechen? Die Psychologin, Therapeutin, Referentin und Kolumnistin Lydia Benecke geht dieser Frage nach, indem sie aktuelle Ergebnisse der psychologischen Forschung mit spannend rekonstruierten Kriminalfällen verbindet. Anhand ihrer Arbeit zeigt sie, dass uns alle mitunter nur eine hauchdünne Schicht vom Straftäter-Sein trennt. Benecke wirft mit ihren spannenden Beiträgen und Lesungen einen erhellenden Blick in die tiefsten Abgründe des Menschlichen.

Sonntag, 3. Juli, 19.30 Uhr, Das gelbe Theater „Die Blechbüchse“ Zinnowitz

Montag, 4. Juli, 19.30 Uhr, Theaterzelt „Chapeau Rouge“ Heringsdorf

Horst Evers

Er ist der große Erzähler unter den deutschen Kabarettisten. Seine schrägen Geschichten über die Aberwitzigkeiten unserer Republik, über Ganzkörperadventskalender, tote Briefkästen oder die Ikea-Revolution.

Sonntag, 21. Juli, 19.30 Uhr, Das gelbe Theater „Die Blechbüchse“ Zinnowitz

Montag, 22. Juli, 19.30 Uhr Theaterzelt „Chapeau Rouge“ Heringsdorf

Christine Prayon

…, vielleicht besser bekannt als Birte Schneider aus der heute show, ist vielfach ausgezeichnet worden, u.a. mit dem Deutschen Kabarettpreis, dem Deutschen Kleinkunstpreis und dem Dieter-Hildebrandt-Preis. Man kennt sie auch aus „Die Anstalt“ und „Extra3“.   2019 hatte ihr zweites Soloprogramm „Abschiedstour“ Premiere. Sie meint dazu:   Verabschiedet Christine Prayon sich von der Bühne? Möglich. Eine Frau stellt ab Mitte 40 eine ästhetische Provokation dar und zieht sich, wenn sie ihr Publikum wirklich liebt, besser unaufgefordert aus der Öffentlichkeit zurück.

Ist das Kabarett tot? Möglich. Wenn Politiker sich als Clowns versuchen, rennen die Clowns in die Politik.

Sonntag, 31. Juli, 19.30 Uhr das gelbe Theater „Die Blechbüchse“ Zinnowitz

Montag, 1. August, 19.30 Uhr Theaterzelt Chapeau Rouge

Wladimir Kaminer

Seine Medienpräsenz ist ungebrochen. Zwischen Kinoleinwand, Bücherregal und heimischen Flimmerkisten steht der Schriftsteller regelmäßig auf deutschen Bühnen. Als wahrer Entertainer gelingt ihm der Spagat zwischen urkomischen Situationen und Gesellschaftskritik immer wieder aufs Neue. Es hat schon seinen Grund, dass seine Erzählbände wie „Russendisko“ oder „Militärmusik“ millionenfach über die Ladentheke gingen.

Sonntag, 28. August, 19.30 Uhr, Das gelbe Theater „Die Blechbüchse“ Zinnowitz

Montag, 29. August, 19.30 Uhr, Theaterzelt „Chapeau Rouge“ Heringsdorf

Die Herkuleskeule aus Dresden

Programm folgt.

2. und 3. September, 19.30 Uhr, Theaterzelt „Chapeau Rouge“ Heringsdorf