Das Sommertheater-Erlebnis für die ganze Familie. Von 25. Juni bis 27. August immer Montag, Mittwoch und Freitag auf der Ostseebühne in Zinnowitz auf der Insel Usedom.

Vineta - Festspiele 1
Vineta - Festspiele 2

Vineta hat sich geschworen, nie wieder unterzugehen und mit allen Völkern in Frieden zu leben. Um dies auch aller Welt zu zeigen – und besonders um die Wasserfrauen zu besänftigen, die stets ein wachsames Auge auf die Stadt haben und jede böse Tat registrieren – feiert die Stadt in jedem Jahr das Goldfest. Böse Taten haben unweigerlich den Untergang der Stadt zur Folge. Alle sind zu diesem Goldfest eingeladen und beschenken die reiche Stadt. Höhepunkt des Festes ist der Goldkampf. Wer gegen den übermächtigen vinetischen Krieger gewinnt, wird mit reichlich Gold belohnt. Aber niemand hat es bislang gewagt, gegen diesen sehr besonderen Krieger anzutreten. In diesem Jahr meldet sich zu aller Überraschung eine Kämpferin aus dem Volk der Gaukler. Die Gaukler schmähen dieses scheinheilige Fest und haben auf Geheiß ihres Königs all ihre Waffen vernichtet – bis auf eine, ein mächtiges Schwert, das einst ihrer Königin gehörte. Nothung, das Rheingold-Schwert. Aber kann man die Befehle eines Königs umgehen? Die Tochter des Königs meint: Ja. Heimlich hat sie das Kämpfen trainiert, „leiht“ sich das Schwert, schleicht in die Stadt  und besiegt den vinetischen Krieger. 

Der Sieg ist auch für den Hohepriester von Vineta und Morna, die Tante des Königs von Vineta, die zwar nicht auf dem Thron sitzen, aber in Wahrheit die Geschicke der Stadt lenken, überraschend. Aber noch ist nicht alles verloren. Hinter der Einladung an die Gaukler steckte der perfide Plan, die Tochter des Gauklerkönigs so zu provozieren, dass sie mit dem Schwert nach Vineta kommt. Denn auf das Schwert haben die beiden es abgesehen. Ist es erst im Besitz von Vineta, wäre die Stadt unangreifbar. Selbst die Wasserfrauen hätten keine Chance. 

Vineta - Festspiele 3

Doch die beiden hinterlistigen Strippenzieher Vinetas haben ihre Rechnung ohne die Liebe gemacht. Nungur, der König von Vineta und Nayra, die Tochter des Gauklerkönigs, haben zarte Bande geknüpft. Mit dem Kuss der wahren Liebe öffnet sie ihm die Augen, damit er sieht, was in seiner Stadt vorgeht und er fortan ein gerechter König sein kann. 

Diese Geschichte wird ebenso spannend und turbulent mit viel Witz und Anspielungen auf die Gegenwart erzählt. Mitreißende Tänze, schöne Musik, wagemutige Kämpfe und eine beeindruckende Lasershow zum Finale machen auch dieses Vineta wieder zu einem einmaligen Erlebnis. 

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Vineta – Das Goldfest der Gaukler

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Besetzung

Leitungsteam

Vineta 2021
Traum ohne Wirklichkeit

Die musikalischen Highlights

Vineta 2019
Der Klang des Goldes

Die musikalischen Highlights

Vineta 2018
Das Elfenspiel

Die musikalischen Highlights

Die Sage

An einem Ostermorgen hütete ein Schäfer­junge seine Herde nahe dem Strande von Koserow. Da stieg mit einem Male eine alte, ehrwürdige Stadt aus dem Meer empor.

Er sah sich mitten unter Menschen, die sonder­bar altertümlich, aber prächtig gekleidet waren. Eilig lief der Junge auf und ab, ihm wurde unheimlich zumute, denn alles in dieser seltsamen Stadt ge­schah ohne den geringsten Laut. Da winkte ihm einer der Kauf­leute zu und breitete dabei herrliche Stoffe aus und bot sie ihm an. Woher sollte er, ein armer Schäferjunge, denn Geld haben? Der Kaufmann zeigte ihm ein kleines Geld­stück und wies auf seinen ganzen Tisch voll Ware – und der Junge suchte in allen Taschen seines Anzugs, allein er wusste, dass er nicht einen Pfennig besaß. Da lief er eilig zu seinen Schafen und als er sich umwandte, schimmerte vor ihm in der Sonne wieder die See. Betrübt und nach­denklich saß der Junge noch am Strand, als ein alter Fischer vorbeikam, sich zu ihm setzte und ihn ansprach:

„Höre, wenn du ein Sonntagskind bist, so kannst du heute, am Oster­morgen, die Stadt Vineta aus dem Meer stei­gen sehen, die hier vor vielen Jahren untergegangen ist.“

„Oh, ich hab sie gesehen!“ rief der Junge. Der Fischer nickte bedächtig und begann nun zu erzählen, was ihm von Vineta bekannt geworden war: „Siehst du, hättest du auch nur einen Pfennig gehabt und damit bezahlen können, so wäre Vineta erlöst und die ganze Stadt mit allem, was darin ist, an der Ober­fläche ge­blieben. Die­se Stadt Vi­neta ist einst größer ge­wesen als irgendeine andere Stadt in Europa, und ihre Be­­wohner wa­ren über alle Maßen reich, da sie mit allen Län­dern der Erde Handel trieben. Ihre Stadttore waren aus Erz und die Glocken aus Silber, we­­lches überhaupt für so gewöhnlich galt, dass man die einfachsten Dinge daraus herstellte und die Kinder auf der Straße sogar mit Silbertalern Klingpfennig spielten. Je mehr Reichtum in Vineta Einzug hielt, desto mehr verfielen die Bewohner aber auch dem Hochmut und der Ver­schwendung. Bei den Mahlzeiten aßen sie nur die auserlesensten Speisen, und Wein tranken sie aus Bechern von purem Silber oder Gold. Ebenso beschlugen sie die Hufe ihrer Pferde nur mit Silber oder Gold anstatt mit Eisen und ließen selbst die Schweine aus goldenen Trögen fressen. Drei Monate, drei Wochen und drei Tage vor dem Untergang der Stadt erschien sie über dem Meer mit allen Häusern, Türmen und Mauern als ein deutliches, farbiges Luftgebilde. Darauf rieten die Alten, die Stadt zu verlassen, denn sehe man Städte, Schiffe oder Menschen doppelt, so bedeute das immer deren sicheren Untergang.

Aber man verlachte sie. Einige Wochen danach tauchte eine Wasserfrau dicht vor der Stadt aus dem Meer und rief dreimal mit hoher, schauerlicher
Stimme:

„Vineta, Vineta, du rieke Stadt, 

Vineta sall un­­ner­gahn,
wieldeß se het väl Böses dahn!“

 

Auch darum kümmerte sich keiner, alle lebten weiter in Saus und Braus, bis sie das Strafgericht ereilte. Eine furchtbare Sturmflut brach über die Stadt herein. Ein riesiger Wogenschwall durcheilte die Straßen und Gassen und das Wasser stieg und stieg, bis es alle Häuser und Menschen unter sich begrub.

 

Mythos Vineta

1075
Adam von Bremen berichtet in der Hamburgischen Kirchenchronik.
1075
1168-1172
Helmold von Bosau berichtet. Zum ersten Mal taucht der Name Vineta auf.
1168-1172
Vineta - Festspiele 32
1518
Johannes Bugenhagen legt seine Chronik von Pommern vor. Er gibt vermutlich der erzählten Sage über das Riff vor Damerow den Namen Vineta-Sage.
1518
1538
Thomas Kantzow erforscht Vineta vor Damerow.
1538
1825
Wilhelm Müller schreibt das Gedicht „Vineta“.
1825
1827
„Das Seegespenst“ von Heinrich Heine.
1827
1871
Rudolf Virchow favorisiert Wollin als Vineta-Standort.
1871
1895
Verwendet Fontane in „Effi Briest“ die Vineta-Sage.
1895
1906
Reist „Nils Holgersson“ nach Vineta.
1906
Vineta - Festspiele 33
1934
Ausgrabungen in Wollin, die bestätigen, dass hier eine große Stadt existiert hat.
1934
Anfang der 1950er Jahre
Im polnischen Wollin werden die Ausgrabungen fortgesetzt. Es ist der erste und einzige handfeste Vineta-Beweis.
Anfang der 1950er Jahre
1997
Vineta-Festspiele in Zinnowitz. In jedem Jahr wird ein neues Kapitel aus der Geschichte der Stadt erzählt. Stets wird versucht zu ergründen, warum diese schöne, reiche Stadt unterging. Ein spektakuläres Theaterereignis unter freiem Himmel auf der Ostsee-Bühne Zinnowitz - mit Musik, Tanz, pyrotechnischen Effekten und einer beeindruckenden Lasershow.
1997
1998
Zwei Berliner Wissenschaftler treten mit der Vineta-Barth-These an die Öffentlichkeit.
1998
Seit 2001
Archäologen vermelden immer wieder spektakuläre Funde aus dem Umfeld der Stadt Usedom.
Seit 2001

Kartentelefon

03971 – 26 88 800

Vorverkauf

Der Vorverkauf für „Vineta – Das Goldfest der Gaukler“ startet im April.

Abendkasse

Die Abendkasse öffnet jeweils zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn.

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