2022
Das Goldfest der Gaukler

Das Sommertheater-Erlebnis für die ganze Familie auf der Ostseeinsel Usedom

25. Juni bis 27. August 2022

 

Der Vorverkauf startet im April




zum Stück

Ein neues Vineta wird aufgebaut. Hier soll nie wieder eine böse Tat geschehen, denn sonst  – das wissen die Vineter – sind sie wieder dem Untergang geweiht. Vorsorglich beschließen sie bei einem Goldfest einen kleinen Teil ihres Reichtums an die Nachbarvölker zu verteilen. Allerdings sind sie mit den armen Fischern gram, die sich vor den Toren Vinetas als Strandräuber verdingen. Alles was die Ostsee an Land spült gehöre ihnen, meinen die Fischer. Die Vineter sehen das anders und erheben Anspruch auf das Strandgut.
Besonderer Höhepunkt des Goldfestes wird sein, dass ein Nordvineter eine Südvineterin heiraten soll – eine arrangierte Hochzeit. Zu diesen Feierlichkeiten sind ausnahmsweise auch die armen Fischer eingeladen. Eine Truppe von Gauklern aus Nah und Fern wird zur kulturellen Umrahmung des Festes engagiert. Gaukler und Fischer verstehen sich von Anbeginn des Festes nicht.  Jede Truppe meint von der anderen, sie schnorren von Vinetas Reichtum.  Die Einen stehlen und die Anderen lassen sich gut bezahlen. Doch dem Fest an sich tut dieser Zwist keinen Abbruch. Es droht größeres Ungemach. Im Glanz des Festes verlieben sich die versprochenen vinetischen Brautleute in fröhliche Gaukler. Und zwar so sehr, dass sie auf die arrangierte Ehe pfeifen. 
Daraufhin werden die Vineter so wütend, dass sie die Gaukler in Heringsfässer stecken und ins Meer werfen. Diese Methode ist nicht neu und wurde schon einmal in Vineta angewandt. Nur diesmal meinen die Vineter es nicht in Tötungsabsicht zu tun – es ist doch gut möglich, dass sie überleben. Schließlich geben sie jedem einen Hering mit, damit sie nicht verhungern. 
Doch die Wasserfrauen sind in ihrem Urteil eindeutig: Das war die erste böse Tat. 
Diese Geschichte wird ebenso spannend und turbulent, mit viel Witz und Anspielungen auf die Gegenwart erzählt. Mitreißende Tänze, schöne Musik, wagemutige Kämpfe und eine beeindruckende Lasershow zum Finale machen auch dieses Vineta wieder zu einem einmaligen Erlebnis. 
Premiere: 25.6.2022, 19.30 Uhr Ostsee-Bühne Zinnowitz
Gespielt wird bis zum 27.8.2022 jeweils montags, mittwochs und freitags. 

Der Trailer

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Vineta-Osterspektakel

Der Sage nach soll Vineta an einem Ostersonntag aus der Fluten der Ostsee emporsteigen – und wenn die Stadt dann erlöst wird, bleibt sie für immer auf der Erde.

Und so versuchen an jedem Ostersonntag nahezu 50 Schauspieler der Vorpommerschen Landesbühne, Eleven der  Theaterakademie Vorpommern und Laien mit einem bunten Theaterspektakel die Stadt aus dem Meer zu locken.  Die Akteure bieten Lieder, Tänze und artistische Darbietungen aus vergangenen Open Airs  natürlich gibt es einen kleinen Vorgriff auf die neue Episode aus der versunkenen Stadt Vineta.

 

Vineta-Osterspektakel: Ostersonntag; 17. April , 11.30 Uhr Strand von Zinnowitz, Höhe Seebrücke, Eintritt frei

Das Kreativ-Team

Regie & Text Wolfgang Bordel
Bühne & Kostüme Gesine Ullmann

Regieassistenz/Inspizienz/Soufflage Cornelia Flesch

Die Musik

Vineta 2021 - Traum ohne Wirklichkeit

Die musikalischen Highlights

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Vineta 2019 - Der Klang des Goldes

Die musikalischen Highlights

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Vineta 2018 - Das Elfenspiel

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Die Sage und historisches

Die Sage

An einem Ostermorgen hütete ein Schäfer­junge seine Herde nahe dem Strande von Koserow. Da stieg mit einem Male eine alte, ehrwürdige Stadt aus dem Meer empor.

Er sah sich mitten unter Menschen, die sonder­bar altertümlich, aber prächtig gekleidet waren. Eilig lief der Junge auf und ab, ihm wurde unheimlich zumute, denn alles in dieser seltsamen Stadt ge­schah ohne den geringsten Laut. Da winkte ihm einer der Kauf­leute zu und breitete dabei herrliche Stoffe aus und bot sie ihm an. Woher sollte er, ein armer Schäferjunge, denn Geld haben? Der Kaufmann zeigte ihm ein kleines Geld­stück und wies auf seinen ganzen Tisch voll Ware – und der Junge suchte in allen Taschen seines Anzugs, allein er wusste, dass er nicht einen Pfennig besaß. Da lief er eilig zu seinen Schafen und als er sich umwandte, schimmerte vor ihm in der Sonne wieder die See. Betrübt und nach­denklich saß der Junge noch am Strand, als ein alter Fischer vorbeikam, sich zu ihm setzte und ihn ansprach:

„Höre, wenn du ein Sonntagskind bist, so kannst du heute, am Oster­morgen, die Stadt Vineta aus dem Meer stei­gen sehen, die hier vor vielen Jahren untergegangen ist.“

„Oh, ich hab sie gesehen!“ rief der Junge. Der Fischer nickte bedächtig und begann nun zu erzählen, was ihm von Vineta bekannt geworden war: „Siehst du, hättest du auch nur einen Pfennig gehabt und damit bezahlen können, so wäre Vineta erlöst und die ganze Stadt mit allem, was darin ist, an der Ober­fläche ge­blieben. Die­se Stadt Vi­neta ist einst größer ge­wesen als irgendeine andere Stadt in Europa, und ihre Be­­wohner wa­ren über alle Maßen reich, da sie mit allen Län­dern der Erde Handel trieben. Ihre Stadttore waren aus Erz und die Glocken aus Silber, we­­lches überhaupt für so gewöhnlich galt, dass man die einfachsten Dinge daraus herstellte und die Kinder auf der Straße sogar mit Silbertalern Klingpfennig spielten. Je mehr Reichtum in Vineta Einzug hielt, desto mehr verfielen die Bewohner aber auch dem Hochmut und der Ver­schwendung. Bei den Mahlzeiten aßen sie nur die auserlesensten Speisen, und Wein tranken sie aus Bechern von purem Silber oder Gold. Ebenso beschlugen sie die Hufe ihrer Pferde nur mit Silber oder Gold anstatt mit Eisen und ließen selbst die Schweine aus goldenen Trögen fressen. Drei Monate, drei Wochen und drei Tage vor dem Untergang der Stadt erschien sie über dem Meer mit allen Häusern, Türmen und Mauern als ein deutliches, farbiges Luftgebilde. Darauf rieten die Alten, die Stadt zu verlassen, denn sehe man Städte, Schiffe oder Menschen doppelt, so bedeute das immer deren sicheren Untergang.

Aber man verlachte sie. Einige Wochen danach tauchte eine Wasserfrau dicht vor der Stadt aus dem Meer und rief dreimal mit hoher, schauerlicher
Stimme:

„Vineta, Vineta, du rieke Stadt, 

Vineta sall un­­ner­gahn,
wieldeß se het väl Böses dahn!“

 

Auch darum kümmerte sich keiner, alle lebten weiter in Saus und Braus, bis sie das Strafgericht ereilte. Eine furchtbare Sturmflut brach über die Stadt herein. Ein riesiger Wogenschwall durcheilte die Straßen und Gassen und das Wasser stieg und stieg, bis es alle Häuser und Menschen unter sich begrub.

 

Mythos Vineta

1075
Adam von Bremen berichtet in der Hamburgischen Kirchenchronik.
1075
1168-1172
Helmold von Bosau berichtet. Zum ersten Mal taucht der Name Vineta auf.
1168-1172
1518
Johannes Bugenhagen legt seine Chronik von Pommern vor. Er gibt vermutlich der erzählten Sage über das Riff vor Damerow den Namen Vineta-Sage.
1518
1538
Thomas Kantzow erforscht Vineta vor Damerow.
1538
1825
Wilhelm Müller schreibt das Gedicht „Vineta“.
1825
1827
„Das Seegespenst“ von Heinrich Heine.
1827
1871
Rudolf Virchow favorisiert Wollin als Vineta-Standort.
1871
1895
Verwendet Fontane in „Effi Briest“ die Vineta-Sage.
1895
1906
Reist „Nils Holgersson“ nach Vineta.
1906
1934
Ausgrabungen in Wollin, die bestätigen, dass hier eine große Stadt existiert hat.
1934
Anfang der 1950er Jahre
Im polnischen Wollin werden die Ausgrabungen fortgesetzt. Es ist der erste und einzige handfeste Vineta-Beweis.
Anfang der 1950er Jahre
1997
Vineta-Festspiele in Zinnowitz. In jedem Jahr wird ein neues Kapitel aus der Geschichte der Stadt erzählt. Stets wird versucht zu ergründen, warum diese schöne, reiche Stadt unterging. Ein spektakuläres Theaterereignis unter freiem Himmel auf der Ostsee-Bühne Zinnowitz - mit Musik, Tanz, pyrotechnischen Effekten und einer beeindruckenden Lasershow.
1997
1998
Zwei Berliner Wissenschaftler treten mit der Vineta-Barth-These an die Öffentlichkeit.
1998
Seit 2001
Archäologen vermelden immer wieder spektakuläre Funde aus dem Umfeld der Stadt Usedom.
Seit 2001

Informationen

Kartentelefon

03971 – 26 88 800

Vorverkauf

Der Vorverkauf für „Vineta – Das Goldfest der Gaukler“ startet im April.

Abendkasse

Die Abendkasse öffnet jeweils zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn.