Auf zu neuen Grenzen!

Liebe Anklamer, 
es gibt etwas zu feiern. 70 Jahre Theater Anklam – wenn das kein Anlass ist.

1949 wurde noch im Volkshaus gespielt, später sammelte man in Anklam Geld, damit das alte Schützenhaus zum Theater umgebaut werden kann. Eine Stadt die Geld sammelt, um ein Theater zu errichten, schon ein bisschen verrückt diese Anklamer.

Und dieses Theater gelangte sogar relativ schnell zu einem gewissen Ruhm. 

Bis 1963 war das Anklamer Theater ein Dreispartenhaus und erreichte 1978 sagenhafte 78000 Zuschauer.

In den frühen 80er Jahren bekam es den Ruf als “Strafkolonie am Ende der Welt. Unbequeme Regisseure wurden ins vorpommersche Sibirien geschickt, wo sie keinen Schaden anrichten konnten.“, wie es in Rudolf Augsteins Buch “Ein deutsches Jahrzehnt” im Artikel “Das Provinztheater in Anklam” heißt. Das “Ausreise Theater”, ein Ort in dem man verweilen musste, um über die Grenze zu gelangen. Dann fiel die Mauer und das Theater? 

Das Theater machte allen Umständen zum Trotz einfach weiter.

Auf einmal waren die Grenzen weiter weg, weniger wahrnehmbar, allerdings gab es nur noch begrenzt Arbeit, begrenzte finanzielle Möglichkeiten, viele Einwohner gingen …

… dann kamen Menschen, die über unzählige Grenzen geflohen sind, um bei uns in Sicherheit zu leben. 

Gibt es unbegrenzte Bereiche in unserem Leben? Selbst der Blick über das Meer endet am Horizont. Nur die Liebe sollte keine Grenzen kennen. Oder gibt es sie auch dort?

Eine neue Spielzeit ist ein Aufbruch, ein neuer Spielplan eine Abenteuerreise, tausende neue Ideen, Pläne und Träume.
Wir werden auch in diesem Jahr über unsere Grenzen hinausgehen und sind gespannt was uns auf der anderen Seite erwartet!

Kommen sie mit?  

In ein siebzig Jahre altes “Provinztheater”, in dessen Rängen sich besonders im Sommer die ganze Nation trifft. 

Ihr Martin Schneider  

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